Die Katastrophe konnte nur knapp vermieden werden

Die Verfügbarkeit der heimischen Stromversorgung ist für viele zur Selbstverständlichkeit geworden. Das europäische Stromnetz ist ein meist verlässliches, aber auch fragiles System. Doch am Freitag, den 08.01.2021 sank die Netzfrequenz plötzlich um 14:05:07 Uhr (CET) von 50,02 auf unter 49,75 Hz. Ein solcher Frequenzeinbruch im europäischen Verbundnetz ist äußerst ungewöhnlich und lässt sich nicht durch den Ausfall eines Kraftwerks allein erklären. Unwahrscheinlich ist auch, dass Handelsartefakte zu dem rasanten Frequenzabfall geführt haben.

Quelle: https://www.netzfrequenzmessung.de/

Zunächst gab es Unklarheit zur örtlichen Herkunft der Störung, die sich aber bald dem Versorgungsgebiet der Transelectrica im Nordwesten Rumäniens, auf Transsilvanien und Siebenbürgen, zuordnen ließ. Zu den Ursachen gibt es bislang noch keine Erkenntnisse.

Laut Blackout-Experte Herbert Saurugg  ist es der stärkste Frequenzeinbruch seit November 2006, der damals zu einem großflächigen Blackout in Westeuropa führte. Seit längerem warnt der Experte davor, dass unsere Stromversorgung auch einmal für längere Zeit, also mehr als 24 Stunden, ausfallen könnte.

Ein Blackout ist kein Black-Swan-Szenario mehr. Die Bewältigung eines solchen Szenarios benötigt innerhalb kürzester Zeit sämtliche verfügbaren Ressourcen von betroffenen Landkreisen und Gemeinden. Um ein drohenden Totalkollaps des öffentlichen Lebens und Chaos in der Bevölkerung zu vermeiden, bedarf es einer schnellstmöglichen Koordination dieser Ressourcen durch den verantwortlichen Entscheidungsträger. Die Grundlage für diese Entscheidungen muss ein Konzept sein, in dem nicht nur alle möglichen Gefahren und Auswirkungen eines solchen Stromausfalls erfasst werden, sondern im Bezug auf die lokale kritische Infrastruktur hin analysiert werden. Nur so können die vorhandenen Bewältigungsressourcen optimal vorbereitet und eingesetzt werden.

Die richtigen Vorbereitungen treffen!

Dieser von uns gewählte Ansatz legt den Fokus darauf, dass sich aus der Gemeinde heraus, eine ganzheitliche kommunale Gefahrenabwehrplanung entwickeln lässt. Hierbei werden nicht nur einzelne Behörden oder -bereiche des Verwaltungsapparates in die Pflicht genommen, sondern auch alle lokal betroffenen Unternehmen und Dienstleister müssen einbezogen werden, was diese vor und während des Katastrophenfalles beitragen können, um die Krise besser zu bewältigen.

Wir bieten Ihnen daher als Lösung einen Handlungsleitfaden für langanhaltende und flächendeckende Stromausfälle an. Das oberste Ziel hierbei ist es, den sofortigen Kollaps des “normalen” Lebens zu vermeiden. Das BBK empfiehlt daher sämtliche kritischen Infrastrukturen so vorzubereiten, dass diese 72 Stunden ohne externe Stromzufuhr weiter im Rahmen eines Notbetriebes funktionieren können. Mit unserem Konzept erfassen wir die Auswirkungen eines möglichen Blackouts auf Ihre lokale kritische Infrastruktur und analysieren, wie diese auf ein solches Ereignis vorbereitet sind. Darüber hinaus erarbeiten wir in enger Kooperation mit Ihnen Handlungsempfehlungen für Katastrophenschutzstäbe und Stäbe für außergewöhnliche Ereignisse, wie diese im Ereignisfall die Situation beherrschbar machen, den Überblick wahren sowie die örtlichen Ressourcen bestmöglich koordinieren können. Des Weiteren ergeben sich durch die Analyse meist auch Bedarfe, die mit den lokalen Kräften und Mitteln nicht zu bewältigen sind. Hierfür empfehlen wir Ihnen die Errichtung von besonderen Planungsgruppen zum Beispiel für die Bevorratung und Verteilung von Treibstoffressourcen oder Planung einer möglichen großräumigen Evakuierung.

 

Weitere Quellen: Bedenkliche Ereignisse 2021 (saurugg.net)